Zum Hauptinhalt springen

JustClips – Videoplattform für Personalwerbung

Nutzungsbedingungen für Unternehmen (Kunden)

Stand: 17.6.2026

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

(1) Diese Nutzungsbedingungen (nachfolgend „Bedingungen") regeln die Nutzung der unter www.justclips.de erreichbaren Website sowie der mobilen Anwendung „JustClips" (gemeinsam nachfolgend „Plattform") durch Unternehmen, die auf der Plattform Videoinhalte zu Zwecken der Personalwerbung einstellen (nachfolgend „Kunde" oder „Nutzer").

(2) Anbieter der Plattform und Vertragspartner des Kunden ist:

Ritterbach GmbH, Friedrich-Ebert-Str. 104, 50374 Erftstadt, vertreten durch den Geschäftsführer Markus Ritterbach (nachfolgend „Anbieter").

(3) Das Angebot, Videos zur Personalwerbung auf der Plattform einzustellen, richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Eine solche Nutzung durch Verbraucher (§ 13 BGB) ist als Kunde nicht möglich.

(4) Allgemeine Geschäftsbedingungen oder sonstige entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung im Einzelfall ausdrücklich in Textform zugestimmt.

§ 2 Leistungsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform „JustClips“ zur Verfügung, auf der dieser Videoinhalte zur Vorstellung seines Unternehmens, seiner offenen Stellen und seiner Ausbildungsplätze einstellen kann. Die Inhalte werden für die Endnutzer der Plattform – insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit – über die Website und die mobile App abrufbar gehalten.

(2) Die Nutzung der Plattform und das Einstellen von Videos sind für den Kunden kostenfrei. Ein Anspruch auf Nutzung der Plattform, auf Veröffentlichung bestimmter Inhalte oder auf eine bestimmte Reichweite, Platzierung oder Sichtbarkeit besteht nicht.

(3) Der Anbieter gewährt keinen Konkurrenzschutz.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, Funktionen, Erscheinungsbild und Umfang der Plattform jederzeit anzupassen, weiterzuentwickeln, einzuschränken oder einzustellen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.

(5) Eine bestimmte Verfügbarkeit der Plattform wird nicht geschuldet. Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit bemüht, schuldet diese aber nicht. Wartungsarbeiten und Störungen können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.

§ 3 Bereitstellung der Videos

(1) Voraussetzung für das Einstellen von Videos ist die Übermittlung bzw. Bereitstellung der Videodateien seitens des Kunden. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters, das Video erhalten zu haben, zustande.

(2) Der Kunde sichert zu, dass die dem Anbieter übermittelten Angaben wahr, vollständig und aktuell sind. Änderungen sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

(3) Die für die Registrierung handelnde natürliche Person sichert zu, dass sie zur Vertretung des Unternehmens befugt ist.

§ 4 Pflichten des Kunden hinsichtlich der Inhalte

(1) Der Kunde ist allein verantwortlich für die von ihm bereitgestellten Inhalte (insbesondere Videos, Bild- und Tonaufnahmen, Texte, Logos, Marken – nachfolgend „Inhalte").

(2) Der Kunde verpflichtet sich, keine Inhalte bereitzustellen, die

a) gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere gegen das Strafrecht, das Wettbewerbsrecht (UWG), das Kennzeichen- und Markenrecht, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das Urheberrecht (UrhG) oder Persönlichkeitsrechte;

b) Rechte Dritter verletzen, insbesondere Urheber- und Leistungsschutzrechte, Markenrechte, Persönlichkeitsrechte (einschließlich des Rechts am eigenen Bild gemäß § 22 KUG) oder Datenschutzrechte;

c) gewalttätige, pornografische, jugendgefährdende, diskriminierende, rassistische, extremistische, beleidigende, ehrverletzende oder anderweitig anstößige Inhalte aufweisen;

d) irreführende, unwahre, geschäftsschädigende oder verleumderische Aussagen über Dritte enthalten, einschließlich solcher Irreführungen, die durch ungekennzeichnete KI-generierte oder KI-manipulierte Inhalte hervorgerufen werden;

e) gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen, insbesondere unlautere geschäftliche Handlungen, irreführende Werbung oder unzulässige vergleichende Werbung darstellen;

f) Schadsoftware, Viren, Trojaner oder andere schädliche Programme oder Komponenten enthalten;

g) erkennbar nicht dem Zweck der Plattform – der Personalwerbung des Kunden für eigene offene Stellen oder Ausbildungsplätze – dienen;

h) gegen Stellenausschreibungsvorschriften verstoßen, insbesondere gegen § 11 AGG (geschlechtsneutrale Ausschreibung) oder gegen Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes;

i) gegen Vorschriften des Jugendmedienschutzes verstoßen, insbesondere gegen das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV);

j) bezahlte Werbung Dritter, Fremdwerbung, Sponsoring-Inhalte ohne Bezug zur Personalwerbung des Kunden oder Empfehlungen für Drittprodukte enthalten, soweit dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

(3) Soweit Aufnahmen identifizierbarer Personen (insbesondere Mitarbeiter, Auszubildende, Geschäftsführung, Geschäftspartner, Kunden) verwendet werden, hat der Kunde sicherzustellen, dass

a) die nach § 22 KUG erforderlichen Einwilligungen aller abgebildeten Personen vorliegen,

b) eine datenschutzrechtliche Rechtsgrundlage gemäß Art. 6 DSGVO (in der Regel eine Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 7 DSGVO) gegeben ist,

c) die betroffenen Personen vor Erteilung der Einwilligung gemäß Art. 13 DSGVO ordnungsgemäß informiert wurden, insbesondere darüber, dass das Video weltweit über das Internet abrufbar ist, und

d) bei Minderjährigen die zusätzlich erforderlichen Einwilligungen der Sorgeberechtigten vorliegen.

Der Anbieter kann jederzeit den Nachweis solcher Einwilligungen in geeigneter Form (z. B. unterzeichnete Einwilligungserklärungen, Modellverträge) verlangen. Der Kunde hat entsprechende Nachweise mindestens für die Dauer der Veröffentlichung sowie drei Jahre darüber hinaus aufzubewahren.

(4) Bei Verwendung von Musik, Filmausschnitten, Fotos, Grafiken oder anderen urheberrechtlich geschützten Werken Dritter hat der Kunde die erforderlichen Nutzungsrechte und Lizenzen einzuholen (z. B. GEMA, GVL, Stockmaterial-Lizenzen) und auf Verlangen nachzuweisen.

(5) Inhalte müssen sich auf das Unternehmen des Kunden, dessen Tätigkeitsfelder, Arbeits- und Ausbildungsbedingungen oder konkrete offene Stellen und Ausbildungsplätze beziehen.

(6) Der Kunde stellt sicher, dass die in Stellen- und Ausbildungsbeschreibungen wiedergegebenen Informationen (z. B. zu Vergütung, Arbeitszeiten, Aufgaben) zutreffend sind.

(7) Kennzeichnung KI-generierter Inhalte

a) Soweit die bereitgestellten Inhalte ganz oder teilweise mithilfe von Systemen künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt oder verändert wurden, ist der Kunde verpflichtet, dies sowohl in den Inhalten selbst als auch in den begleitenden Informationen (z. B. Videobeschreibung, Titel) klar und deutlich erkennbar zu kennzeichnen.

b) Die Kennzeichnungspflicht gilt insbesondere – aber nicht ausschließlich – für sogenannte Deepfakes im Sinne des Artikels 3 Nr. 60 der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), also für Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die durch ein KI-System erzeugt oder manipuliert wurden und die wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen merklich ähneln und einer Person fälschlicherweise als echt oder wahrhaftig erscheinen könnten. Hierzu zählen insbesondere KI-generierte oder KI-modifizierte Darstellungen von Mitarbeitenden, Auszubildenden, Geschäftsräumen, Arbeitsplätzen, Tätigkeiten oder Stimmen.

c) Die Kennzeichnung muss klar, eindeutig, gut sichtbar und für den durchschnittlichen Endnutzer auf den ersten Blick verständlich sein. Sie ist spätestens zu Beginn des Videos oder dauerhaft sichtbar einzublenden (z. B. „KI-generiert", „Mit KI erzeugt", „Deepfake"). Ein Hinweis ausschließlich in Metadaten oder versteckten technischen Markierungen genügt nicht. Die Anforderungen nach Artikel 50 Absatz 5 KI-Verordnung – insbesondere zur Barrierefreiheit – sind einzuhalten.

d) Der Kunde ist darüber hinaus verpflichtet, sicherzustellen, dass die Inhalte – auch unabhängig von einer KI-Kennzeichnung – kein irreführendes Bild des Unternehmens, des Arbeitsplatzes, der Arbeitsbedingungen, der Mitarbeitenden oder der konkreten Tätigkeit vermitteln. Insbesondere dürfen Personen, Räumlichkeiten oder Tätigkeiten, die in dieser Form im Unternehmen tatsächlich nicht existieren, nicht in einer Weise dargestellt werden, dass beim Endnutzer der unzutreffende Eindruck entsteht, es handele sich um reale Verhältnisse (§ 5 UWG).

e) Die Pflichten nach lit. a) bis d) gelten für alle ab dem 2. August 2026 hochgeladenen oder weiterhin verfügbar gehaltenen Inhalte unmittelbar; für vor diesem Stichtag hochgeladene Inhalte verpflichtet sich der Kunde, eine Kennzeichnung bis spätestens zum 2. August 2026 nachzuholen oder den Anbieter in Textform aufzufordern, die Inhalte aus der Plattform zu entfernen.

f) Der Anbieter ist berechtigt, vom Kunden Auskunft darüber zu verlangen, ob und in welchem Umfang KI bei der Erstellung oder Bearbeitung von Inhalten eingesetzt wurde. Der Kunde ist verpflichtet, hierzu wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Der Anbieter kann den Upload-Prozess davon abhängig machen, dass der Kunde eine entsprechende Erklärung abgibt.

g) Etwaige weitergehende oder zukünftig in Kraft tretende gesetzliche Kennzeichnungspflichten (insbesondere aus Anpassungen der KI-Verordnung, dem Medienstaatsvertrag oder dem UWG) sowie Vorgaben aus dem von der EU-Kommission veröffentlichten Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte sind vom Kunden zu beachten.

§ 5 Rechteeinräumung

(1) Der Kunde räumt dem Anbieter an den bereitgestellten Inhalten das nicht-ausschließliche, räumlich unbeschränkte, zeitlich auf die Dauer der Veröffentlichung sowie eine angemessene Nachlauffrist beschränkte, unentgeltliche, übertragbare und unterlizenzierbare Recht ein, die Inhalte für die Zwecke des Plattformbetriebs

a) öffentlich zugänglich zu machen (insbesondere im Sinne des § 19a UrhG),

b) zu vervielfältigen, zu speichern, in elektronische Datenbanken aufzunehmen,

c) für die Wiedergabe technisch zu bearbeiten (insbesondere zu formatieren, zu komprimieren, in unterschiedliche Auflösungen umzuwandeln, mit plattformüblichen Vor- und Abspannelementen zu versehen, in Vorschaubilder/Thumbnails zu überführen),

d) zu verbreiten und über Webseiten und Apps des Anbieters sowie über aktuelle und zukünftige Übertragungstechniken abrufbar zu halten,

e) für eigene Werbe- und Marketingzwecke des Anbieters zur Bewerbung der Plattform zu nutzen, insbesondere in sozialen Netzwerken (z. B. Instagram, TikTok, YouTube, LinkedIn) und in Suchmaschinen (Auszüge, Vorschaubilder, Trailer).

(2) Die Rechteeinräumung umfasst auch das Recht, die Inhalte in unveränderter Form an Endnutzer der Plattform weiterzugeben (z. B. zum Streaming) sowie zur Sicherung in angemessenem Umfang zu vervielfältigen.

(3) Soweit Bearbeitungen über rein technische Anpassungen hinausgehen sollen, holt der Anbieter die Zustimmung des Kunden ein.

(4) Der Kunde sichert zu, dass er über sämtliche zur Einräumung dieser Rechte erforderlichen Rechte verfügt, insbesondere über die entsprechenden Rechte der mitwirkenden Personen, Urheber, ausübenden Künstler und sonstiger Rechteinhaber.

(5) Mit Löschung der Inhalte durch den Kunden oder den Anbieter erlöschen die Nutzungsrechte des Anbieters – mit Ausnahme bereits vor der Löschung rechtmäßig erstellter Sicherungskopien sowie bereits in Drittmedien (z. B. sozialen Netzwerken) verbreiteter Inhalte, deren Entfernung dem Anbieter dort nicht oder nicht mehr möglich ist.

§ 6 Zusicherungen und Freistellung

(1) Der Kunde sichert zu, dass die hochgeladenen Inhalte nicht gegen die in § 4 genannten Pflichten verstoßen, insbesondere keine Rechte Dritter verletzen und keine rechtswidrigen Inhalte aufweisen.

(2) Der Kunde stellt den Anbieter auf erstes Anfordern von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die diese gegen den Anbieter wegen einer Verletzung ihrer Rechte durch die vom Kunden hochgeladenen Inhalte oder wegen einer sonstigen Verletzung dieser Bedingungen durch den Kunden geltend machen. Die Freistellung umfasst auch sämtliche im Zusammenhang mit einer solchen Inanspruchnahme entstehenden notwendigen Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung des Anbieters (insbesondere Anwalts- und Gerichtskosten in gesetzlicher Höhe sowie Bußgelder).

(3) Der Anbieter wird den Kunden im Falle einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich informieren und ihm – soweit rechtlich möglich und zumutbar – Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig sämtliche Informationen zu übermitteln, die für eine Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind.

(4) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, eine erkennbar unbegründete Inanspruchnahme zurückzuweisen.

(5) Weitergehende Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.

§ 7 Prüfung, Sperrung und Löschung von Inhalten

(1) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, die vom Kunden bereitgestellten Inhalte vor ihrer Veröffentlichung auf Rechtmäßigkeit zu überprüfen. Er ist hierzu jedoch berechtigt, ohne dass hieraus eine entsprechende Verpflichtung erwächst.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte ganz oder teilweise zu sperren, zu entfernen, in der Sichtbarkeit einzuschränken (z. B. eingeschränkte Auffindbarkeit) oder anderweitig unzugänglich zu machen, wenn

a) konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen diese Bedingungen oder gegen geltendes Recht bestehen,

b) Dritte plausibel die Verletzung ihrer Rechte rügen,

c) eine behördliche oder gerichtliche Anordnung dies erfordert,

d) sonstige berechtigte Interessen des Anbieters dies erfordern (z. B. Schutz der Plattformintegrität, Schutz anderer Nutzer, Schutz vor missbräuchlicher Nutzung).

(3) Meldungen über mutmaßlich rechtswidrige Inhalte können jederzeit über das auf der Plattform bereitgestellte Meldeverfahren („Melde- und Abhilfeverfahren") oder unter info@justclips.de eingereicht werden.

(4) Der Anbieter behält sich vor, bei rechtswidrigen Inhalten oder Verstößen die Inhalte für Beweiszwecke zu sichern und – soweit gesetzlich zulässig oder geboten – Behörden zu informieren.

§ 8 Haftung des Anbieters

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt:

a) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,

b) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,

c) nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes,

d) im Umfang einer von ihm übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) haftet der Anbieter beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Im Übrigen ist die Haftung – einschließlich der Haftung für leichte Fahrlässigkeit – ausgeschlossen.

(4) Der Anbieter haftet insbesondere nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der vom Kunden bereitgestellten Inhalte und für Inhalte Dritter. Eine eigene Verantwortlichkeit des Anbieters für fremde Inhalte besteht nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere der §§ 7 ff. DDG (Digitale-Dienste-Gesetz) bzw. der Art. 4 ff. DSA.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen und Verrichtungsgehilfen des Anbieters.

(6) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr oder Haftung für den vom Kunden intendierten Werbeerfolg der bereitgestellten Videos.

§ 10 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Beide Parteien können den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist in Textform (z. B. per E-Mail) ordentlich kündigen.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei einem schwerwiegenden oder wiederholten Verstoß des Kunden gegen diese Bedingungen vor.

(4) Mit Beendigung des Vertrags werden die hochgeladenen Inhalte des Kunden auf der Plattform unzugänglich gemacht oder gelöscht, soweit gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder berechtigte Interessen des Anbieters (z. B. zur Beweissicherung) dem nicht entgegenstehen.

§ 11 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden, seiner Mitarbeiter und der in den Inhalten gezeigten Personen im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.

(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten in Inhalten verarbeitet, ist er hierfür datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO.

§ 12 Änderungen der Nutzungsbedingungen

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies aufgrund einer geänderten Rechtslage oder höchstrichterlichen Rechtsprechung, aus technischen oder organisatorischen Gründen oder zur Schließung von Regelungslücken erforderlich wird und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist und nutzt er die Plattform weiter, gelten die Änderungen als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen eines unterbliebenen Widerspruchs wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.

(3) Im Falle eines Widerspruchs steht beiden Parteien das Recht zur Kündigung gemäß § 10 zu.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Bedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.